Ergotherapie Praxis
Regina Knipping



 
 

Ergotherapie für Kinder
Die gesellschaftliche Entwicklung tendiert immer mehr in die Richtung der Bewegungsverarmung und der visuellen und auditiven Reizüberflutung. Dies betrifft besonders unsere Kinder. Sie haben oft Schwierigkeiten einen guten Grundstock zu entwickeln. In der Ergotherapie werden Kinder mit Entwicklungs-, Teilleistungs- und / oder Wahrnehmungsstörungen behandelt.

Es werden Kinder begleitet und unterstützt, die in ihrer Handlungsfähigkeit im Alltag und in ihrer gesellschaftlichen Teilhabe (Partizipation) eingeschränkt oder  von einer Einschränkung bedroht sind.  Das Angebot richtet sich an Kinder, die in den Bereichen Selbständigkeit, Freizeit und Partizipation Unterstützung brauchen.


Aufgabengebiete der Ergotherapie:

-Sensorische Integrationstherapie bei Kindern mit grob- und feinmotorischen Entwicklungsverzögerungen mit den  entsprechenden Testverfahren und Screenings (kinestätische Wahrnehmung)

-Visuelle Wahrnehmungsdiagnostik

-Lateralitätsentwicklung, Diagnostik, Beratung und Therapie

-Legastenie. Beratung und Therapie

-Aufmerksamkeits Defizit Syndrom mit und ohne Hyperaktivität, Beratung und Therapie

-Verhaltenstraining nach dem IntraActPlus-Konzept nach Jansen / Streit

-Reflexintegration (INPP) Institut für Neuro-Physiologische Psychologie




Ergotherapie ist für Kinder, wenn sie eine von den folgenden Auffälligkeiten zeigen:

z.B. -Grob - und feinmotorische Koordinationsstörung

-motorische Unruhe, ständiges Herumlaufen

-wenig bis kein Interesse / Verweigerungsverhalten gegenüber Mal- und Bastelaktivitäten

-herabgesetzte Bewegungs- und Handlungsplanung

-allg. Entwicklungsverzögerung

-Konzentrationsstörung / mangelnde Daueraufmerksamkeit / mangelnde Ausdauer

-mangelnde Impulskontrolle im motorischen und sozioemotionalen Bereichen

-Verhaltensauffälligkeiten jeglicher Art

-Anpassungs- und Umstellungseinschränkungen

-Probleme in der Kontaktaufnahme mit anderen Kindern

-Verhaltens- und Interaktionsprobleme im sozialen Umfeld

-Zentrale Hör- und Sehverarbeitungsstörung

-Schul- und Lernschwierigkeiten

-Kommunikations- und Sprachauffälligkeiten

-geistige und / oder körperliche Behinderungen



Was ist sensorische Integration (SI)?

Sensorische Integration ist die sinnvolle Ordnung, Aufgliederung und Verarbeitung von Sinneserregungen im zentralen Nervensystem (ZNS). Sie ermöglicht dem Menschen adäquate Auseinandersetzungen mit seiner Umwelt.

Sinneswahrnehmungen erreichen in jedem Augenblick unser ZNS.  Nicht nur von den Augen (Sehsinn), den Ohren (Hörsinn), der Nase (Geruchssinn) und der Zunge (Geschmackssinn) fließen uns Informationen zu, sondern auch über Berührung (taktiles System), Bewegung, Schwerkraft und Körperstellungen (vestibuläres und propriozeptives System).

Für jede Handlung benötigen wir eine gute Organisation von Sinnsewahrnehmungen. Erfolgt der Fluss der Empfindungen unorganisiert, d.h. im ZNS findet keine entsprechende Verarbeitung statt, so kann keine zielgerichtete und geplante Handlung auf die Umweltreize hervorgebracht werden.



Verhaltenstraining nach dem IntraActPlus-Konzept von Dr. Fritz Jansen und Uta Streit

Voraussetzung für ein gutes Lernen ist eine gute Beziehung!

Da Menschen durch das Verhalten ihrer Bezugspersonen lernen und sie ihr Verhalten nach den Reaktionen ihrer Umwelt ausrichten, sollte für jeden das oberste Ziel eine gute Beziehung sein.

Diese Verhaltensabläufe geschehen im Alltag größtenteils unbewusst, wodurch jedoch oft auch unerwünschte Verhaltensweisen ungewollt verstärkt und gefestigt werden.

die Verhaltenstherapie bietet durch den gezielten Einsatz der Lerngesetze eine bewusste Steuerungsmöglichkeit des Verhaltens. Das bedeutet vor allem den gezielten und unmittelbaren Einsatz von Lob, Blickkontakt und Regeln / Konsequenzen.

Zentrale Bestandteile des Verhaltenstrainings nach Dr. F. Jansen sind ein guter Beziehungsaufbau, wirkliches Einfühlen und Verstehen, sowie klare Botschaften zur Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung.


Mögliche Symptome einer Verhaltensauffälligkeit:

  • Angststörungen
  • soziale Unsicherheit / wenig Selbstwertgefühl / wenig Selbstbewusstsein
  • Aufmerksamkeits- Defizit Syndrom mit und ohne Hyperaktivität
  • motorische Defizite
  • aggressive Verhaltensweisen
  • psychosomatische Auffälligkeiten (z.B. Enuresis, Enkopresis)


Reflexintegration (INPP)

Bei Kindern und Erwachsenen bei denen die frühkindlichen Reflexmuster bzw. Reaktionsmuster noch persistieren, zeigen sich deutliche Einschränkungen in der Motorik und in der emotionalen Entwicklung. Das Übungsprogramm von Sally Goddard Blythe hilft diese zu integrieren.





Ergotherapie für Erwachsene

Neurologie / Geriatrie

Die Ergotherapie in der Neurologie befasst sich mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems, des Rückenmarks, der peripheren Nerven und erfordert eine komplexe Behandlung.

Das Ziel der Behandlung ist das Wiedererlangen und / oder die Erhaltung der Handlungsfähigkeit und damit größtmöglicher Selbständigkeit und Unabhängigkeit von Hilfen im häuslichen und persönlichen Alltag.

Die Behandlung findet individuell abgestimmt auf das Krankheitsbild und dessen Symptomatik nach Bobath, Perfetti oder Affolter statt.


Hierzu gehören im Wesentlichen Krankheitsbilder wie:

-Multiple Sklerose

-Schlaganfall / Hirnblutung / Ischämischer Insult

-Schädel-Hirn-Trauma

-Morbus Parkinson

-Amyotrophe Lateral Sklerose (ALS)

-Tumore

-Demenzen

-Entzündungen / Läsionen der peripheren Nervenbahnen

-Polyneuropathien

-Rheuma

-Morbus Sudek

-Rückenmarksläsionen